Karl Dall war ein prägender deutscher Fernsehmoderator, Komiker, Sänger und Schauspieler. Über Jahrzehnte hinweg begeisterte er ein Millionenpublikum durch seinen unverwechselbaren Humor, seine musikalischen Erfolge und seine markante Art der Unterhaltung.
Wer ist Karl Dall?
Karl Dall war ein vielseitiger deutscher Unterhaltungskünstler, der als Komiker, Fernsehmoderator, Sänger und Schauspieler tätig war. Bekannt wurde er zunächst als Mitglied der Komödiantengruppe Insterburg & Co., der er von 1967 bis Ende der 1970er Jahre angehörte und mit der er durch die Radio-Bremen-Reihe „Musikladen“ große Popularität erlangte. Nach seiner Zeit bei der Gruppe etablierte sich Dall als Solokünstler auf der Bühne und im Fernsehen. Er moderierte zahlreiche erfolgreiche Formate wie „Dall-As“ (ab 1985), „Jux und Dallerei“ (ab 1992) und wirkte in Sendungen wie „Verstehen Sie Spaß?“ mit. Als Sänger veröffentlichte er zahlreiche Singles und Alben, die oft dem Genre des „Blödel-Schlagers“ zugeordnet wurden. Zudem war er als Schauspieler in verschiedenen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen, darunter der Karl-May-Film „Winnetou 1. Teil“ sowie die Serie „Hausmeister Krause“. Sein Wirken erstreckte sich über mehr als fünf Jahrzehnte, in denen er das deutsche Fernsehen durch seine spontane, provokante und humorvolle Art maßgeblich mitprägte.
Karl Dall Alter — wie alt wurde er?
Karl Dall wurde am 1. Februar 1941 in Emden geboren. Er verstarb am 23. November 2020 im Alter von 79 Jahren.
Karl Dall Herkunft und Eltern
Karl Dall kam als Sohn eines Schulrektors und einer Lehrerin in Emden zur Welt. Er hatte zwei Schwestern und einen Bruder namens Otto Dall, der von 1988 bis 2003 als Inhaber des Lehrstuhls für Technik und ihre Didaktik II an der Technischen Universität Dortmund tätig war. Drei Monate nach seiner Geburt zog die Familie aufgrund von Bombenangriffen nach Hessen; nach Kriegsende wuchs er zunächst in Gehlbergen auf und besuchte ab 1948 die Grundschule in Wöpse, bevor die Familie 1950 nach Leer umzog.
Karl Dall Ausbildung
Nachdem er die Mittelschule in Brinkum in der zehnten Klasse verlassen hatte, begann Karl Dall 1959 eine Ausbildung zum Schriftsetzer in der Druckerei Rautenberg in Leer. Später arbeitete er in Berlin sowohl als Schriftsetzer als auch als Kulissenschieber.
Karl Dall Karriere
Seine Karriere begann 1967 mit der Gründung der Komödiantengruppe Insterburg & Co. zusammen mit Ingo Insterburg, Jürgen Barz und Peter Ehlebracht. Nach der Auflösung der Gruppe Ende der 1970er Jahre startete er eine Solokarriere. 1979 trat er in der WDR-Produktion „Plattenküche“ als Kantinenkoch „Karl Toffel“ auf. Von 1983 bis 1990 war er in der Sendung „Verstehen Sie Spaß?“ als Filmvorführer und Spaßtelefonierer zu sehen. Ab 1985 moderierte er bei RTLplus seine eigene Sendung „Dall-As“, die er ab 1992 bei Sat.1 unter dem Titel „Jux und Dallerei“ fortsetzte. In den 1990er Jahren moderierte er zudem „Koffer Hoffer“ bei Tele 5 (ab 1991), war Mitglied im Ensemble von „7 Tage, 7 Köpfe“ (1996–1997) und präsentierte „Karls Kneipe“ (1997) sowie „Die Karl Dall-Show“ (1999–2000). Im Jahr 2003 moderierte er das Retro-Quiz „Weißt Du noch?“ bei Kabel 1. 2012 gab er sein Theaterdebüt mit dem Ein-Mann-Stück „Der Opa“. Von 2015 bis 2016 war er mit dem Live-Programm „Der alte Mann will noch mehr“ auf Tournee. 2016 fungierte er als Reiseführer und Moderator der Dokusoap „Old Guys on Tour“ auf Tele 5.
Karl Dall wichtigste Singles, Alben und Sendungen
Zu seinen musikalischen Erfolgen zählen die Singles „Diese Scheibe ist ein Hit“ (1975), „Millionen Frauen lieben mich“ (1988), „Heute schütte ich mich zu“ (1989) und „Der älteste Popper der Stadt“. Das Album „Hoppla, jetzt komm ich“ enthielt Interpretationen von Seemanns- und Heimatliedern. Zu seinen bekanntesten Fernsehsendungen gehören „Dall-As“, „Jux und Dallerei“, „Verstehen Sie Spaß?“ und „7 Tage, 7 Köpfe“. Als Autor veröffentlichte er die Bücher „Schau mir in das Auge, Kleines: der verrückte Ratgeber für alle Lebenslagen“ (1991) und seine Autobiografie „Auge zu und durch“ (2006).
Karl Dall Auszeichnungen und Erfolge
Karl Dall erhielt 1999 den Deutschen Comedypreis als Ehrenpreis für sein Lebenswerk. 1993 wurde ihm zudem der „Preis der beleidigten Zuschauer“ verliehen.
Karl Dall Ehefrau / Beziehung
Karl Dall war seit 1971 mit seiner Ehefrau Barbara verheiratet.
Karl Dall Kinder
Karl Dall hinterließ eine Tochter, die als Stuntfrau in Kanada arbeitet.
Karl Dall Tod / Todesursache
Karl Dall verstarb am 23. November 2020 in Hamburg. Während der Dreharbeiten für die ARD-Serie „Rote Rosen“ in Lüneburg erlitt er einen Schlaganfall, an dessen Folgen er zwölf Tage später verstarb. Seine Seebestattung fand im Juni 2021 in der Nordsee vor Sylt statt.
Quellen
- https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Dall
- https://www.ndr.de/geschichte/koepfe/karl-dall-so-war-der-knorrige-komiker-aus-ostfriesland,karldall105.html
- https://www.spiegel.de/thema/karl_dall/
- https://open.spotify.com/artist/6AuK8rihaiod1Gqvuj6rVz
- https://www.phoenix.de/sendungen/dokumentationen/karl-dall-a-5162428.html
- https://www.youtube.com/@KarlDallTV
